«Namen sind ungeschriebene Geschichte»

Donnerstag, 17. Oktober 2019 im Städtli Werdenberg: Jahresversammlung des Vereins Werdenberger Namenbuch

Um 18.30 Uhr: Treffen auf dem Städtliplatz: Hans Stricker erläutert einige Namen der Umgebung und gibt Einblick in die Archivarbeit des Namenforschers.

Um 19.30 Uhr: Jahresversammlung im Gasthaus Rössli, Werdenberg.

Anschliessend geselliges Beisammensein. Mitglieder und weitere Interessenten sind freundlich zur Veranstaltung eingeladen.

WERDENBERGER NAMENBUCH

Die Region Werdenberg mit ihren sechs Gemeinden liegt am Alpenrhein, im Kanton St.Gallen (Schweiz), unmittelbar gegenüber dem Fürstentum Liechtenstein. Seit der römischen Eroberung ist Churrätien sprachlich romanisiert worden.

Unterrätien (der Raum zwischen Hirschensprung und der Landquart, vom Walensee bis zum Arlberg) befand sich vor rund achthundert Jahren im allmählichen Übergang vom Romanischen (Churwälschen) zum Alemannischen.

Die Spuren dieser sprachlichen Vergangenheit sind bis heute in den Mundarten sowie in den Orts- und Personennamen deutlich sichtbar geblieben.

Die Erfassung und Erforschung unserer Namen ist von hohem landeskundlichem Wert. Mundartklang und Namenwelt sind wichtige Träger persönlicher Erinnerungen und mit dem Heimatgefühl der Bewohner eng verbunden.

Die Erforschung von Sprache und Namen liefert wichtige Beiträge zum Verständnis der Kulturgeschichte dieses Raumes.

Das Forschungsprojekt «Werdenberger Namenbuch» wurde im Jahr 2000 gegründet und im Sommer 2017 mit der Publikation von neun Bänden abgeschlossen.

Auf dieser Website werden alle Ortsnamen Werdenbergs zugänglich gemacht. Nur die wissenschaftlichen Deutungen und die forschungsgeschichtliche Dokumentation sind weiterhin der gedruckten Ausgabe zu entnehmen.

Die Personennamen der Region werden hier nur am Rand mit berücksichtigt, da sie noch nicht systematisch gesammelt und erforscht sind.

Soweit nichts anderes vermerkt ist, stammen die Texte auf dieser Website von Hans Stricker und die hervorragenden Landschaftsbilder vom Vorstandsmitglied Hans Jakob Reich, Salez.

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NAME DES MONATS

Chobel

(Sennwald)

Wer in der Deutschschweizer Flurnamendatenbank www.ortsnamen.ch den Namen Kobel eingibt, dem präsentiert sich auf der Schweizerkarte ein enges Verbreitungsbild von rund 17 Fällen in einem Dreieck zwischen Uzwil, Berneck und Sennwald. Startet man die Suche unter Chobel, kommt noch ein Fall in Flums dazu, ferner drei im Prättigau und einer in Arosa. Die kräftigste Ansammlung finden wir mit fünf Fällen (samt vielen Zusammensetzungen) allein im Raum Sennwald.

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