«Namen sind ungeschriebene Geschichte»

ARCHIV ZUR RUBRIK «NAME DES MONATS»

1. Prapafir

(Wartau)

Wo liegt Prapafir? In der Gemeinde Wartau, und dort gleich zweifach: Einmal als ein grösseres Stück einstigen Wieslandes im flach ansteigenden Gebiet zwischen den heute praktisch zusammengebauten Dörfern Trübbach und Azmoos, über der Verbindungsstrasse, im Azmooser Feld (über dem Feldwingert und Langagger, unter Gamsabeta). Dann auch als Wiese westlich über Malans, von den obersten Häusern des Dörfchens an ziemlich steil ansteigend. Und noch ein weiterer Name in der Gemeinde Wartau ist hier zu nennen, der mit Prapafir sprachlich zusammengehört, nämlich Pafeier, eine kleine Wiese nordwestlich hinter Gretschins, in einem Einschnitt des Grestawäldlis, das sich längs dem Gretschinser Riet hinzieht.

Wir befinden uns an allen drei Orten in uraltem Siedlungsland. Namentlich das Dörfchen Malans (sowie auch das gleichnamige stattliche Bündner Dorf) trägt einen besonders alten Namen: dieser weist in vorchristliche, vorlateinische Zeit zurück, bestand also schon vor der römischen Eroberung. Der Name Malans konnte bisher noch nicht gedeutet werden, denn die sprachlichen Verhältnisse jener Epoche sind nur ungenügend bekannt.

Anders verhält es sich bei den Namen Prapafir und Pafeier: Sie sind sicher romanisch, also lateinischen Ursprungs. Und romanisch (oder churwälsch) sprachen die Vorfahren der heutigen Wartauer während weit mehr als einem Jahrtausend, bis ins Hochmittelalter. Betrachten wir also diese Namen etwas näher.

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2. Federen

(Sevelen)

Wer in der Alp Imalschüel bekannt ist, der weiss vielleicht auch, wo die Weidehalde namens Federen zu suchen ist. Westlich über den Obersess-Alpgebäuden steigt sie, im unteren Teil flacher und nach oben steil, gegen das von Felswändchen durchsetzte Steilgebiet Chrutplangge hinan, etwa von 1750 bis 1900 m über Meer. Darüber erhebt sich der Berggipfel Gärtlichopf. Obwohl die Bezeichnung in der Federen mundartlich transparent zu sein scheint, liegt der Fall bei näherer Betrachtung nicht so einfach. Mundartlich Federe jedenfalls (als ‘Hühnerfeder’, ‘Bettfeder’, ‘Nutfeder’ oder ‘Schreibfeder’) scheint kaum aussichtsreich für eine plausible Deutung. Die Erklärungsversuche gehen denn auch recht weit auseinander.

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3. Föseren

(Buchs)

Wer zur Sommerszeit in die Buchser Badi radelt, überquert auf der Rheinaustrasse (die früher ein Fahrweg war und Maladorfner Rheinweg hiess) die Bahnbrücke, fährt durch die Felder, welche älteren Buchsern als Maladorfner Hanfland bekannt sind, überquert den Kanal und taucht in den Auenwald ein. Dieser füllt hier den Raum zwischen Binnenkanal und Rhein ganz aus. Das Strässchen zum Schwimmbad zweigt nun nordwärts ab, und wir sind im Gebiet, das Föseren heisst. Rodungen haben das Waldgebiet längst geschmälert: nordwärts das Bad, weiter südlich das Fussballgelände und der Reitplatz. Auenwald, Kanal, Rhein, das sind die Nachbarn des Gebiets Föseren. Sie alle haben mit fliessendem oder stehendem Wasser zu tun. Da passt der Name Föseren gut hinein. Derselbe Name findet sich auch etwas weiter oben, auf Seveler Boden, im Gebiet der heutigen Autobahnraststätte. Das Föserenwasser ist dort ein kürzerer Grundwasserbach mit zwei Armen.

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4. Logner

(Grabs)

Der Bach dieses Namens entspringt in der Bellwiti im Buchser Hochwald, fliesst am oberen, nördlichen Buchser Berg durch das Waldgebiet Lochbrunnen, durchquert dann im Steilhang auf Grabser Boden, östlich von Herzenberg, das Herzenbergtobel und das Hagmanstobel. Zwischen Schuelguet und Ober Gatter, im Winkel zwischen Buchser Berg und Studner Berg, lässt er den Bergwald hinter sich, kommt dabei bei Belenbach dem Studner Bach bis auf gut hundertfünfzig Meter nahe, setzt dann aber den Lauf nordostwärts über Under Gatter, Ritsch und Lims fort, wogegen der Studner Bach sich ab Belenbach nordwärts wendet. In der Talebene angekommen, vereinigt sich der Logner im Stadtner Riet mit dem Funtenerlabächli und wird zum Lognerkanal. Dieser mündet kurz darauf, in der Fegeren, in den Wettibach, der weiter nördlich in den Binnenkanal einbiegt. Der Name Logner kommt, wiederum als Bachname, auch in der Gemeinde Sevelen sowie in Satteins im Walgau vor. Ihm sind viele gelehrte Erklärungen zugedacht worden, die sich allerdings als falsch erwiesen haben. Seine wirkliche Herkunft liegt viel näher.

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5. Gamschol

(Gams)

Das Gebiet dieses Namens, Weide- und Wiesland, liegt zwischen Gasenzen und Sax, beidseits des Gasenzenbachs – dort, wo die Gemeinden Gams und Sennwald zusammenstossen. Es ist meist eben, teils auch leicht ansteigend, grenzt südwärts an Usserbach und Brugg, ostseitig an Fuesswasser und Chäsere, nördlich an den Züelbach, aufwärts an Hülsch, Geissbüel und Zellersbüel. Hierher wallfahren die Gamser am Auffahrtstag in feierlicher Prozession, um sich die «Stockpredigt» anzuhören und der Glaubenstreue ihrer Voreltern zu gedenken, die hier – wie es die fromme Überlieferung will – in der Reformationszeit nur dank den Ermahnungen eines alten Mannes nicht vom alten Glauben abfielen. An dieser Stelle wollen wir uns allerdings nicht mit jenem idealisierten Geschehen befassen – dazu lässt sich in Werdenberger Jahrbuch 2013, S. 214, nachlesen. Uns geht es hier um das Namenwort Gamschol.

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6. Chobel

(Sennwald)

Wer in der Deutschschweizer Flurnamendatenbank www.ortsnamen.ch den Namen Kobel eingibt, dem präsentiert sich auf der Schweizerkarte ein enges Verbreitungsbild von rund 17 Fällen in einem Dreieck zwischen Uzwil, Berneck und Sennwald. Startet man die Suche unter Chobel, kommt noch ein Fall in Flums dazu, ferner drei im Prättigau und einer in Arosa. Die kräftigste Ansammlung finden wir mit fünf Fällen (samt vielen Zusammensetzungen) allein im Raum Sennwald.

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7. Azmoos

(Wartau)

Was ein rechter Werdenberger ist, der weiss, dass man mundartlich korrekt «Atzmes» sagt – mit Betonung des «A». Die von der Schriftform abgeleitete Aussprache mit umgestellter Betonung auf «-moos» ist jung. Die älteste bekannte Erwähnung des Namens 1414 schreibt «atzmans»; 1531 erscheint dann bereits «Atzmas». In einem Beleg von 1737 stossen wir erstmals auf die Schreibung «atzmoos» als Vorläufer der heutigen offiziellen Form. Doch dieses «-moos» wirkte sich noch lange Zeit nicht auf die Sprechform aus: erst in der zweiten Hälfte des 20. Jhs. beginnt es in der Aussprache hervorzutreten. Denn heute glauben viele Leute, die Schriftform sei massgebend auch für die Aussprache, und halten dann die hergebrachte Mundartform eher für «falsch» - in Anlehnung an die von der Schule vermittelte Dominanz des Hochdeutschen über die Mundart. Diese lässt sich allerdings nicht unbesehen auf unsere Geländenamen übertragen. Hier ist Klärung angebracht.

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8. Falisär

(Sevelen)

Heute begeben wir uns in die Alp Imalschüel. Diese bildet im tiefen Einschnitt zwischen Buchser und Seveler Berg eine riesige Hangmulde, die von den Gipfeln Fulfirst, Gärtlichopf, Chrummenstein und Chlin Alvier nach oben abgeschlossen wird. Obgleich ganz auf Seveler Territorium liegend, gehört die Alp seit alters der Buchser Ortsgemeinde. Entwässert wird sie durch die Bäche Altsessbach, Schwarzen Bäch und Inggarnolbach, die sich unten im Alpgebiet trichterförmig vereinigen und in das Tobel des Tobelbachs nordostwärts auslaufen. Ganz im Süden dieses grossen Trichters, etwa 550 m südlich der Imalschüeler Undersesshütte, von der Rindlihalde zum Schöntobel ansteigend, liegt Falisär, auf rund 1450-1550 m: Eine langgezogene Mulde im Steilhang zwischen dem Inggarnolbach und dem südlichsten Arm der Schwarzen Bäch, die ostseitig flankiert wird von der Breitegg und den Roten Platten, am Fuss des wilden Felsabbruchs namens Inggarnol. Über diesem dehnt sich, weithin sichtbar, die Alp Inarin aus.

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9. Bofel

(Buchs)

In der Talebene zwischen Oberräfis und Burgerau, östlich der Bahnlinie, liegt das Wies- und Ackerland, welches seit alters Bofel genannt wird. Schon im Buchser Urbar von 1484 (S. 15) heisst es: «… vnd dann by dem Ryn vff vntz [= bis] obnen vff den Bofil vnd denn zwischen dem Bofil vnd dem guot das haisst die Waid hinuff». Und in einer Urkunde von 1488, in der ein Güterverkauf festgehalten wird, steht: «Jtem Hans und Crista die Sennen gebrüder Jr guot genant Waid obnan uffem Bofil och jn Buxer kilchspel gelegen». Die Zitate bezeugen also für erwähnten Raum die Nachbarschaft der beiden Namen Bofel und Weid. Diese stehen, wie wir weiter unten sehen werden, auch sachlich in enger Beziehung zueinander. Bis heute überlebt hat als Name nur Bofel; die Bezeichnung †Weid ist dort als Name nicht mehr bekannt.

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10. Amasis

(Grabs)

Verlässt man auf der Fahrt an den Grabser Berg das Dorf im Cholplatz, dem obersten Quartier, dann wendet sich die Bergstrasse gleich bei der Brücke über den Walchenbach gegen Norden und zieht sich langsam den steilen Fuss des Berghanges nordwärts hinauf. Nach rund 500 m wird das Gelände über der Strasse flacher. Hier breitet sich eine einladende, langgezogene Geländeterrasse mit einigen Heimwesen aus. Das sicher seit alter Zeit besiedelte Gebiet heisst Amasis (gesprochen: Amasiis - der Name ist auf der letzten Silbe betont). Geschrieben wurde es traditionell als Masis. Es zählt zu den schönsten und zweifellos sehr früh urbarisierten Lagen am unteren Berghang. Dass hier die Kirche von Grabs Güter besass (wahrscheinlich seit alter Zeit), ist daher nicht zu verwundern. Die Kirche von Grabs gehört zu den ältesten Gotteshäusern in der weiteren Umgebung; sie ist schon im 6. Jahrhundert nachgewiesen. Ihr Grundbesitz war infolge ihres Alters und der Grösse der Gemeinde bedeutend: Die Güter von 64 Haushaltungen waren ihr eigen; dazu kamen noch Gültbriefe; ferner das ansehnliche Eigentum der Pfrund, das von seinem Inhaber, dem Pfarrer, direkt genutzt wurde. Noch 1734 heisst es in einem landvögtlichen Schreiben: «… in einem zur Pfruend Grabs gehörigen Stuckh Guet Amma seis genamt». Und 1735 steht in einem Schuldprotokoll: «Ein Höffle samt dem Stadel genamth Ama seis, gegen Abend und gegen Mitnacht an das Pfar höffle». Noch im 20. Jahrhundert wurde das nördlichste Haus dieses Weilers Höfli genannt (auf der Karte als Höfli3). Das eben erwähnte Pfarrhöfli gehörte also zum Kirchengut. Hof-Namen gibt es übrigens in unseren Gemeinden sehr häufig; sie weisen zurück auf Besitzungen eines (weltlichen oder geistlichen) Grundherren. Vor diesem Sachhintergrund lässt sich der Name Amasis einer plausiblen Deutung zuführen.

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11. Chretzibach

(Gams)

Die Bezeichnung Chretzibach kommt in der Gemeinde Gams, am Hinderberg, zweifach vor. Zum einen als Name eines Baches, zum anderen als Bezeichnung eines Weilers nördlich vom Büel und südlich vom Wolfsagger, über dem Wiesland namens Bruedermäl. Das Fliessgewässer Chretzibach1 fliesst aus dem Gebiet Chamm (östlich der Stoggweid) in südöstlicher Richtung herunter bis unter den gleichnamigen Weiler; unter Bruedermäl unterquert es die Wildhauserstrasse, wird von dort an Möslibächli genannt und ist fortan teils eingedolt; als Wettibach fliesst es schliesslich in den Dorfbach. Droben im Weiler Chretzibach2 kreuzen sich seit alter Zeit die Wege, führen in alle Richtungen. Es ist augenscheinlich, dass der Name ursprünglich dem Bach galt und erst dann auf die an dessen Lauf liegende Siedlung übertragen wurde. Doch woher stammt der Bachname?

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12. Grista

(Sennwald)

Wer vom Dorf Sax her auf der Gemeindestrasse gegen Frümsen hinunter fährt, gelangt zwischen Amalerva und Stig2 zu einer markanten S-Kurve, die auf der Talseite mit Häusern gesäumt ist. Hier heisst es «Grista». Der obere Teil der S-Kurve wird «Gristarangg» genannt, während die untere Kehre «Lochrangg» heisst. An dieser Stelle überwindet die Strasse dank der Doppelkrümmung rasch den untersten Teil eines Hügelkamms, der sich von oben entlang dem Schlipfbach ostwärts herunterzieht und unterhalb Grista in das Flachland bei Erle1 und Stoggen1 ausläuft. Den Namen «Grista» wollen wir hier näher betrachten.

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13. Palfris

(Wartau)

Das weitläufige Alpgebiet hinter dem Chamm, südlich von Gauschla und Alvier, ist weit herum bekannt - eine langgezogene gewellte Terrasse, zum Seeztal abfallend und in steilen, trichterartigen Tobeln dorthin entwässernd. Sie wird auch von dort aus mit einer Seilbahn erschlossen, während das Alpsträsschen von Oberschan her kommt. Grob wird das Gebiet eingeteilt in Vorder- und Hinderpalfris sowie Alpili. Es umfasst die Einzelsennereien (von hinten nach vorn): Alpili, Stralrüfi, Forggili, Müllerighütte (auch Althus genannt), Geissegg, Vorderpalfris, Hirtenhütte (Alpenrösli), Waldguet, Rütiguet, Chammboden, Tschuggnersess, Ober und Under Steinersess.

Der nordwestliche Teil der Alp, Hinderpalfris, war jahrhundertelang durch Walser dauernd besiedelt; deren Anwesenheit in Wartau ist erstmals bezeugt im Sarganser Urbar von 1398 (für Matug); Palfris erscheint 1414 erstmals als Walsersiedlung. Noch heute steht auf Hinderpalfris das 1409 errichtete Rathaus der gefreiten Walser. Diese haben dann aber später ihre hochgelegenen Wohnstätten verlassen und sind in der übrigen, vormals romanischen Bevölkerung aufgegangen. Der Umstand, dass in der älteren Wartauer Mundart der Ausdruck «Pilfriiser» für ‘Grobian, Mensch von rohen Manieren’ bekannt war, wirft ein bezeichnendes Licht auf die Meinung der alteingesessenen Wartauer über die zugewanderten Kolonisten.

 

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14. Grüzimues

(Sevelen)

Ein eigenartiger Name! Erinnert er nicht unwillkürlich an einen Haferbrei? Doch nein, es handelt sich ja um eine Geländebezeichnung: Die Seveler bezeichnen damit ein Stück Wies- und Ackerland nordwestlich des Dorfes, im südlichen Glatnerriet, also in der Talebene unweit des Berghangs, unter Sponna und Felggaua. In älterer Zeit war hier Riedland, ein Umstand, der bei der Suche nach der Herkunft des Namens im Auge zu behalten sein wird.

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15. Grof

(Buchs)

Südlich des Zentrums von Buchs, gegen Röll und Frol hinauf, liegt die Grof. Es ist ein heute völlig überbauter ausgedehnter, aber junger Siedlungsraum; bis ins 19. Jh. war hier ein bedeutendes Anbaugebiet. Von der alten räumlichen Unterteilung in Chlin Grof und †Gross Grof ist nur noch die erstere lebendig; die letztere, ausgestorbene, entspricht gebietsmässig der heutigen Grof. Das Namenwort Grof kommt auch in mehreren, heute meist ausgestorbenen Geländenamen im gleichen Raum vor: Nördlich beim Altendorf, eine Stelle namens Grofbühel, offensichtlich ehemals eine kleine Erhebung, die mittlerweile abgetragen worden ist. An ihn erinnert noch die Quartierstrasse Grofbühelstrasse. Das Gebiet bei der Sekundarschule, an der heutigen Groffeldstrasse, wurde älter allgemein Groffeld genannt. Weiter gab es, nicht näher lokalisierbar, ein †Grofergässli sowie eine †Groferhofstatt: in beiden Fällen ist wohl von einem älteren Grundnamen *Grofere(n) auszugehen.

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16. Inggeriäls

(Grabs)

«Moorn gummer denn is Riet!» So sprach unsere Mutter. Es war in den 1950er Jahren. Wir wohnten am Grabser Berg, am First, und weit unten im Grabser Riet, im Gebiet Inggeriäls, hatten wir einen grossen Acker. Dieser musste bestellt werden: Saatkartoffeln stecken, später die Zeilen falgen und häufeln, dann ernten. Der Vater war als Schreiner weniger abkömmlich für die Feldarbeit. Diese war daher vor allem Sache unserer Mutter, und wir Kinder hatten selbstverständlich mit anzupacken. Da man damals noch kein Auto hatte, mussten wir mit dem Handwägelchen die rund vier Kilometer von daheim bis nach Inggeriäls hinab zu Fuss zurücklegen. Das war bei uns Kindern recht unbeliebt, vor allem, weil das ratternde Gefährt mit seinen eisenbereiften Holzrädern einen ziemlichen Lärm machte, was uns auf dem langen Weg durch das Dorf recht peinlich erschien – obgleich solche Fahrten damals noch allgegenwärtig waren. Zur Erntezeit im Herbst kam dann Mutters ältester Bruder, der Vetter Ueli, mit Ross und Pflug mit ins Riet, um die wertvollen Knollen hervorzupflügen. Dann hiess es emsig Kartoffeln aus der Erde klauben, auflesen und in Säcke abfüllen. Ein kleiner Imbiss unter dem grossen Kirschbaum gehörte auch dazu. Gegen Abend dann zog Diana, das geduldige Ross von Vetter Ueli, die gewichtige Ladung hinauf an den First, wo die «Herpfel» als wichtige Nahrungsgrundlage den Weg in den Keller fanden.

Das Gebiet Inggeriäls östlich des Dorfes Grabs im Dreieck zwischen Grabser Bach und Werdenstrasse umfasst einen bedeutenden Teil des Grabser Riets. Es enthält Wiesen und Äcker, stösst nordwärts an das Witiriet, südlich an das Gebiet Wässerten, gegen Osten an das Ochsensand. Der Name Inggeriäls hatte für mich stets einen besonderen Klang. Natürlich schon wegen der erwähnten persönlichen Erinnerung. Aber auch seine markante Lautgestalt erschien mir, seit ich mich erinnern kann, als besonders wunderlich – fremd und vertraut zugleich. Was mochte in ihm stecken? Gehen wir also der Frage nach.

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17. Afasteig

(Gams)

Es gehört zu den Merkwürdigkeiten der Ortsnamenwelt, dass da und dort in derselben Gemeinde Namengruppen auftreten, welche durch ihre teilweise äussere Ähnlichkeit auffallen, ohne dass sie im übrigen zusammengehören müssen. So kennt man etwa in Grabs mehrere Namen, die mit Iver- beginnen (Iverplut, Ivertschell und Iverturst), oder in Wartau die vielen Ortsbezeichnungen auf Fer- (Ferdieris, Ferdurn, Fereitis, Ferfiggs, Ferfingis, Fergasis, Fergeilis, Fergfal, Fergfreisch, Fergrolis, Ferlüls, Fermärsch, Fermeil, usw.), in Sevelen die Fälle mit Fal- (Falfaschnea, Falfermues, Falferor, Falisär, Falnätscha, Falpilär, Falschnära), in Sennwald eine Reihe von Namen auf Iga-/Igi- (Igadeel, Igatschier, Igiditsch, Igischätz). Auch Gams steht hier nicht abseits; bekannt ist hier etwa ein Trio von Afa-Namen, nämlich Afaggeia, Afagrist und Afasteig. Nun wird der unvoreingenommene Laie wohl zunächst annehmen, dass das gemeinsame Element dieser Gruppen, also die Elemente Iver-, Fer-, Fal-, Ig- oder Afa-, sich überall gleich erklären lasse, also auf identische Herkunft verweise. Dies kann zwar stimmen, ist aber keineswegs automatisch der Fall. Sie sind vielmehr zum Teil erst nachträglich in einen Namen hineingeschmuggelt worden, in Anlehnung an ein Vorbild (einen meist örtlich benachbarten Namen), der dieses Element ursprünglich trug. Wenn ein Name in dieser Weise durch äussere Einwirkung in seinem Entwicklungsgang «gestört», auf ein anderes Gleis geschoben wird, spricht der Fachmann von «Ablenkung». Eine solche hat auch bei unseren Gamser Namen auf Afa- stattgefunden. Wie, soll hier gezeigt werden. Doch stellen wir zunächst alle drei Namengebiete vor.

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18. Lögert

(Sennwald)

So heisst ein Dorfteil von Sennwald, der oberhalb der Staatsstrasse, auf dem Schuttfächer des Steinenbachs, gelegen ist. Es handelt sich um Wiesland und teils alte Häuser am Strässchen, das von Ögstisriet gegen den Strigg2 hinaufführt. Das Gebiet wird geschieden in Underlögert und Oberlögert. Im Sprachgebrauch der Einheimischen heisst es «der Lögert», «im Lögert». Die Bedeutung des Namens liegt nicht unmittelbar auf der Hand, wiewohl er nicht eigentlich fremd tönt. Schon vor über hundert Jahren wurde über seine Herkunft nachgedacht. 

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19. Gapruesch

(Wartau)

So heisst eine mässig ansteigende Wiese südlich von Malans. Sie liegt über der Strasse, die von Azmoos her kommt, zwischen dem Gatinabach im Süden und dem Gerschelisbach im Norden, hinter Fanela und unter Partana2. Der Name wird ohne Artikel verwendet: «me goot ge Gapruesch», «döt job ischt Gapruesch». Urkundlich tritt der Name erstmals im Helvetischen Kataster Wartau von 1801 auf, dort als «Gebrusch» und «Gabruosch». Dass die Bezeichnung nicht deutscher Herkunft ist, erkennt man leicht. Aber was steckt in ihr?

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20. Falschnära

(Sevelen)

Unten am vordersten Seveler Berg, in einer Mulde südlich des Hügelsporns Ansa, unweit nördlich der Wartauer Grenze, liegt das Gut dieses Namens. In Sevelen wird er als Felschnära ausgesprochen, von Wartau her Ferschnëra. Geschrieben wird die Ortsbezeichnung in Sevelen heute als Valschnära. Dagegen lauten die älteren urkundlichen Belege noch durchwegs auf Fer-: 1570 Färrschnärren, 1709 auffer schneren, 1752 ferschnären und noch 1801 verschnären. Es tauchen also erste Zweifel auf an der heute wohl allgemein verbreiteten Meinung, der Name enthalte das romanische Wort val ‘Tal’, also wie in Ifelgup (Valcup) in Sevelen. Zwar würde die Lage des Gutes Falschnära in einer talartigen Mulde ja durchaus zu dieser Annahme passen. Aber der Umstand, dass es älter eben Fer- hiess und dass auch die Wartauer Nachbarn auf dieses Fal- oder Val- nicht eingegangen sind, weist doch ganz in die Richtung dieses Zweifels.

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21. Bellwiti

(Buchs)

Ein ausgedehntes Waldgebiet am obersten Buchser Berg, eher schattenhalb gelegen auf 1320-1400 m Meereshöhe, hinter dem Imalbuner Undersess und nordwestwärts bis an die Grenze zur Gemeinde Grabs sich erstreckend, etwa 800 m östlich ausserhalb des Talgrundes der Grabser Alp Ivelspus. Der Einheimische sagt «in der Bellwiti»; er erkennt also den Namen als Zusammensetzung von (unbekanntem) Bell- und dem deutschen Wort Weite, bzw. mundartlich Witi, letzteres zu übersetzen als ‘weites, offenes Feld’, auch ‘Waldlichtung, freier Platz im Wald’. Das Namenelement Bell- dagegen ist nicht auf Anhieb zu erkennen – ja, es bleibt sogar unklar, ob es deutsch oder romanisch sei. Zunächst bleibt da viel Raum für Spekulationen.

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22. Impelwiza

(Grabs)

Wer über den Grabser Berg dem lieblichen Voralpsee entgegenfährt, durchquert das Maienbergli, das Impelwiza heisst. Wenn er nämlich die obersten Häuser von Muntlerentsch und Amadang hinter sich hat und in das steinige Waldgebiet Guferen hineinfährt, liegt auf 1040 m Höhe das Berggut Impelwiza als kleine flache, rechteckige Waldlichtung mit einem Stallgebäude in der Senke direkt an der Strasse. Das westwärts darüber ansteigende Maienberggebiet heisst im Furt. Urkundlich ist Impelwiza erstmals bezeugt im Grabser Urbar von 1463, auf Seite 13: «Item Zeblewetzen sind wir gangen jn den weg».

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23. Bruedermäl

(Gams)

Der auffällige Name haftet an einem Heimwesen am unteren Hinderberg. Dieses liegt rund 500 m südwestlich der Kirche, über der Wildhauserstrasse und unter dem Weiler Chretzibach, zwischen Müllerhus und Gensrüti. Das Gelände ist im mittleren Teil des Gebiets flacher. Die Bezeichnung hat zu vielen Spekulationen Anlass gegeben, und der Volksmund hat sie mit sagenhaften Ereignissen ausgeschmückt. Dass diese Geschichten den Weg zum Ursprung wirklich weisen können, ist wenig wahrscheinlich: Geschichten können auch nachträglich entstanden sein, um eine Erklärung zu konstruieren. Beginnen wir also die Suche.

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24. Mordla

(Sennwald)

Diesen eigenartigen Namen trägt eine Wieslandfläche in der Talebene östlich von Frümsen, südlich des Weilers Büsmig. Sie liegt direkt am Rand des Schlosswaldes, links neben dem kanalisierten Bachlauf namens Fuchsbrunnen. In der Umgebung finden sich viele Namen, in denen «Mad», «Burst» oder «Riet» enthalten sind. Das lässt schon den Ortsunkundigen darauf schliessen, dass hier, am Rand des Bergsturzgebietes, in älterer Zeit nicht nur Mähwiesen, sondern auch ausgedehnte Flächen mit borstigem Riedgras und feuchte Sumpfwiesen vorherrschten - das typische Bild weiter Teile unserer Talebene in älterer Zeit. Hier also liegt Mordla … Schwingt da nicht ein Hauch von «Mord und Totschlag» mit? Was dachte sich wohl der einsame Fussgänger, der auf dem Weg von Salez zum Büsmig an diesem Ort vorbeischritt, am Waldrand, weitab von menschlichen Siedlungen? Doch ist dieser makabre Eindruck gerechtfertigt? Oder handelt es sich da bloss um einen zufälligen Anklang?

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25. Fies

(Wartau)

So heissen ausgedehnte Güter südwestlich über Oberschan, unter Plans und Salums, beim Kurhus Ufstig. Das Gebiet ist im unteren Teil steiler, im oberen bildet es eine flache Geländestufe. Gleich wie die umgebenden Hanggüter (Reggella, Plans, Fereitis, Gernolf usw.) ist auch Fies aus dem umgebenden Mischwald herausgerodet worden. Der Name (der in jüngerer Zeit auch als Vies geschrieben wurde) hat zu mannigfaltigen Spekulationen geführt. Sie sollen hier samt der richtigen Erklärung kurz dargestellt werden.

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26. Flusa

(Sevelen)

So heissen Güter am oberen Seveler Berg, in mässig abfallendem Gelände, südöstlich unterhalb des Weilers Hüseren, hinter dem Büel3 (Wisbüel) und unterhalb der Bergstrasse. Das Gebiet auf 880 bis 980 m ü. M., das in Under und Ober Flusa aufgeteilt wird, ist auf drei Seiten von Wald umgeben. Unterhalb von Flusa, ost- und nordseitig, zieht sich horizontal ein langgezogener Felsabsatz, Flusastein genannt, durch den Bergwald, vom Chessler südwärts bis ins Steigholz.

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27. Luna

(Buchs)

Wer auf freier Höhe über die Alp Imalbun hochsteigt, um den Margelchopf zu erklimmen, der durchquert über dem Steilgelände des Obersess den Hangrücken des Tossen und gelangt südlich vom Hanenspil zum Lunabrunnen. Hier öffnet sich der Blick nach Norden auf den mächtigen Einschnitt, der den eben überwundenen Höhenrücken von der weiter nördlich ebenso frei hochragenden Alp Gampernei (Grabs) trennt. Unmittelbar rechts neben und unter sich sieht er, zwischen Hanenspil und Forenchopf, eine terrassenartig gestufte Alpweide in weiter Mulde. Dieses Weidegebiet unmittelbar unter der östlichen Seite des Margelchopfs heisst Luna. Es bildet die südliche Flanke des erwähnten mächtigen Einschnitts zwischen Tossen und Gampernei. Unter der Luna fällt das Gelände, sich verengend, nordostwärts in das Alptal von Ivelspus (Grabs) ab. Das Weidegebiet Luna liegt auf 1600 bis 1900 m und wird unterschieden in Under und Ober Luna. Südwestwärts steigt es zu den Weideterrassen Bi den Seeli sowie zur Glanna und zum Isisizgrat an.

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28. Anggalrina

(Grabs)

Das Gebiet mit dem fremdartig-vertrauten Namen Anggalrina umfasst steile Berggüter am oberen Studner Berg, unterhalb von Jakoblis Weid und Scherersweid (beim Langen Stall), über den Gütern namens Rätikon und Maienzun. Älter wurde der Name auch als «Gallrinen» geschrieben. Darin spiegelt sich der im Bewusstsein des Einheimischen bis heute lebendige Umstand, dass bei dieser Namenkategorie stets zwei Bezeichnungen nebeneinander existieren, nämlich die Sprechform mit An- (anderswo auch In-), und daneben eine zweite ohne dieses Anhängsel, die als Schreibform gilt und in der dann manch einer den «eigentlich richtigen» Namen zu sehen glaubt. Zu diesem Spannungsfeld sind einige Erläuterungen nötig.

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29. Hülsch

(Gams)

Nordwestlich des Dörfchens Gasenzen, im Gelände, das gegen den Usserberg hin leicht ansteigt, liegt das Wiesland namens Hülsch. Es wird vom Gasenzenbach durchflossen, grenzt im Süden an Rotochen und Usserbach, nordostwärts an Gamschol, aufwärts an Schönenberg, südwestlich an Igalätscha. Hier befindet sich der Werkhof der Ortsgemeinde, und hier steht auch eine alte Handseilerei. Wer der Geschichte dieses Namens nachgeht, erlebt gleich eine Überraschung – der Ort hiess nämlich ursprünglich gar nicht Hülsch (und erst recht nicht Hültsch), sondern - Sülsch. Das muss erklärt werden.

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30. Sennwald

(Sennwald)

Die nördlichste politische Gemeinde der Region Werdenberg ist ein komplexes Gebilde, reich an landschaftlichen Kontrasten und kleinräumigen Strukturen. Ihr Territorium reicht von der weiten Rheinebene bis hinauf zur und teils hinter die südliche Alpsteinkette mit ihren schroffen, bewaldeten Flanken, und sie umfasst fünf Ortsgemeinden rund um die Dörfer Frümsen, Haag, Salez, Sax und Sennwald. Kirchdörfer sind Salez, Sax und Sennwald; 2015 haben sich die Kirchgemeinden Sennwald-(Evangelisch) Lienz, Sax-Frümsen und Salez-Haag zusammengeschlossen. Weilerartige Siedlungen liegen östlich von Frümsen (Büsmig), um Salez (Schlossfeld, Gartis) und um Sennwald; Streubesiedlung findet sich verhältnismässig wenig an den Hängen über Sax und zwischen Sax und Frümsen. Neue Überbauungen um die Dörfer haben die Siedlungsräume bedeutend ausgeweitet und namentlich zwischen Sax und Frümsen (Hueb, Amalerva, Grista, Stig) zu einer fast durchgehenden Besiedlung geführt. Das Dorf Sennwald (das der Gemeinde den Namen gegeben hat) enthält als ältere grössere Siedlungskerne die Wohngebiete Ögstisriet, Lögert, Läui, Obweg, Egete und Understein. Neuere Wohngebiete sind dort Tornen, Neudorf und Bifig. - Soviel als allgemeine Umschreibung. Woher aber stammt der Name Sennwald, was bedeutet er, und wann tauchte er erstmals auf?

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31. Lafadarsch

(Wartau)

Das ausgedehnte Weidegebiet dieses Namens liegt im Malanser Holz, auf einer Geländestufe südwestlich über Malans, auf rund 900 m Meereshöhe. Der Grund, warum der Auswärtige schmunzelt, wenn er die Bezeichnung hört, liegt sicherlich an deren hinterem Teil, der an ein bekanntes deutsches Wort aus dem Bereich unter der Gürtellinie erinnert. Dafür kann der Name freilich nichts. Er ist ja gar nicht deutsch, sondern stammt augenfällig aus der romanischen Epoche. Die damals auch «Churwelsch» genannte einstige Landessprache hatte hier in Wartau weit über ein Jahrtausend lang Bestand – länger als im übrigen Werdenberg, länger auch als in Sargans. Auch nach ihrem Untergang als Umgangssprache ist hier das romanische Erbe besonders dicht gestreut in Geländenamen und sonstigen sprachlichen Spuren erhalten geblieben.

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32. Baggastiel

(Sevelen)

Mitten in Sevelen, östlich des Rathauses und des Areals Drei Könige, unmittelbar am südwestlichen Fuss der felsigen Erhebung Storchenbüel, liegt die Häuserreihe dieses Namens; ebenso heisst auch der Weinberg, der über den Häusern gegen den steinigen Abbruch und zur Burgruine Herrenberg ansteigt. Der Name hat die Fantasie der Dorfbewohner mehr als gewöhnlich zu Spekulationen angeregt, führte zu sprachlichen Missverständnissen und volksetymologischen Verirrungen. So wurde er etwa im Helvetischen Kataster von 1801 einmal als «Backenstiel» geschrieben, dann wieder als «Packenstier». Es lässt sich unschwer erkennen, dass solche Auffassungen an der geschichtlichen Wirklichkeit vorbeizielen. Die wahren Hintergründe wollen wir hier anhand des heutigen Wissensstandes nachzeichnen. Sicher scheint zum vorneherein, dass der Name nicht deutscher Herkunft ist.

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33. Röll

(Buchs)

Dieser Name bezeichnet zweierlei: a) Einmal den Bach (auch Röllbach genannt), der in zwei Armen in den Weidegebieten Amasora und Isarina (Sevelen) entspringt; die Oberläufe vereinigen sich hinter Hüseren, heissen nun Röll; diese führt am hinteren Seveler Berg an den Berggütern Röll (!), Bach und Impertill vorbei über die Buchser Grenze ins Flat herab, von dort fliesst sie durch Feldrietli und Rietli und mündet im Gebiet Flös in den Giessen. – b) Röll heisst weiter eine Wieslandfläche in der Talebene zwischen Räfis und Buchs, westlich der Churerstrasse, zwischen Wäseli, Frol und Flös; sie ist heute weitgehend überbaut. Wessen Name zuerst da war, ob der des Bachlaufes, des Bergguts am Seveler Berg oder des Wieslands bei Räfis, lässt sich leicht beantworten: Es war der Bachname, der nachträglich auf bestimmte Zonen in seiner Nähe übertragen wurde.

Wer nun an das Studium der historischen Überlieferung dieses Namens geht, erlebt gleich eine kleine Überraschung: Der Name Röll ist das Ergebnis einer Kürzung, ist vor ein paar hundert Jahren zurechtgestutzt, um eine Silbe beschnitten worden; denn noch in den ältesten urkundlichen Nennungen lautete er Sarüll, Saröll und ähnlich … Der Fall ist interessant, wir wollen ihm weiter nachgehen.

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